05. August 2022 | SFP Group

Immobilienanlagen aus Schweizer Sicht

Presseartikel

In Inflationszeiten gelten Immobilien als Anlage par excellence. Schliesslich behalten Wohnungen und Häuser bei hohen Teuerungsraten ihren realen Wert. Diese Sichtweise verkennt jedoch, dass Inflationsphasen steigende Renditen nach sich ziehen. Letzteres ist in vielerlei Hinsicht Gift für Immobilien. Nicolas Di Maggio analysiert vor diesem Hintergrund die Auswirkungen von hohen Inflationsraten und steigenden Zinsen durch geldpolitische Aktionen der Schweizerischen Notenbank SNB auf Immobilieninvestments in der Schweiz.

Die Befürchtungen vom Jahresanfang, dass ein anhaltender Inflationsdruck negative Auswirkungen auf die Wirtschaft haben könnte, haben sich in der ersten Hälfte des Jahres 2022 bestätigt. Der Ton, den die Zentralbanken anschlagen, hat sich daher
drastisch geändert. War zu Beginn des Jahres noch von einer Bereitschaft zu sprechen, die Wirtschaft auf dem Weg zu einer kräftigen Erholung zu einem «soft landing» zu begleiten, um so die Nachfrage und Produktion in ein Gleichgewicht zu bringen, sind sie nun durch den negativen Angebotsschock und der weiterhin hohen Nachfrage mit einer überbordenden Inflation konfrontiert und müssen deutlich schneller das Ende der ultra-expansiven Geldpolitik einläuten. Dennoch zeigen sich die meisten Akteure zuversichtlich, was die wirtschaftlichen Aussichten angeht. Für die Schweiz wird im Jahr 2022 ein BIP-Wachstum von rund 2,5 Prozent erwartet. Alle betonen die Unsicherheiten, die diese Prognosen umgeben, insbesondere die möglichen Störungen der Energieversorgung in Europa und die rasch steigenden Rohstoffpreise, eine Verschärfung des Krieges in der Ukraine oder ein Wiederaufflammen der Covid-19-Pandemie und die damit einhergehende strenge Lockdown-Politik in China

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