Positiver Abstimmungssonntag für Immobilieninvestoren

Der 14. Juni 2026 war aus Sicht der Immobilieninvestoren ein wichtiger Tag. Zwei Abstimmungen, die für die Immobilienbranche von Bedeutung waren, sind aus deren Sicht positiv ausgegangen.

Zum einen ist die sogenannte Nachhaltigkeitsinitiative, die die Schweizer Wohnbevölkerung auf 10 Millionen Personen begrenzen wollte, abgelehnt worden. Eine Annahme hätte aus Sicht der Swiss Finance & Property Group (SFP Gruppe) negative Signale an internationale Firmen gesendet und damit den Wirtschaftsstandort Schweiz und die Immobilienwirtschaft geschwächt. Internationale Firmen sind bedeutende Nachfrager von Büroflächen und bieten gut bezahlte Arbeitsplätze. Eine Schwächung ihrer Standortattraktivität wäre aus Sicht der SFP Gruppe nicht förderlich gewesen.

Zum anderen hat die Zürcher Bevölkerung die Wohnschutzinitiative relativ deutlich abgelehnt. Diese wollte nach dem Beispiel von Genf und Basel Renovationen der Bewilligungspflicht unterstellen und dann den Mietzins deckeln. Investitionen in den Gebäudepark wären bestraft worden, was zwangsläufig zu weniger Erneuerungsinvestitionen geführt hätte. Die kurzfristige Wirkung von solchen Regeln sieht man in Basel, wo die Bauinvestitionen nach deren Einführung um 80% eingebrochen sind. Für die Langzeitwirkung bietet Genf Anschauungsunterricht, wo trotz strenger Regulierung weiterhin hohe Mieten und ein angespanntes Wohnungsmarktumfeld bestehen.

Dass der Immobilienmarkt mobilisiert, haben zwei weitere Abstimmungen am Wochenende gezeigt. So hat der Stimmbürger der Stadt Luzern ein Vorkaufsrecht bei Immobilienverkäufen eingeräumt. Die Zuger haben dem Überbauungsplan für die Metalli zugestimmt.

Zusammenfassend also: Neben den zwei Abstimmungen in Luzern und Zug stimmte die Schweizer Bevölkerung 2x nein zu Deckelungen – sowohl bei der Bevölkerungsentwicklung als auch den Mietpreisen:

Die Stimmbevölkerung hat damit Initiativen abgelehnt, die zwar real existierende Probleme aufgenommen haben, aber nach Meinung der Bevölkerung die falschen Rezepte dafür anboten. Aus Sicht der SFP Gruppe positiv zu werten sind die Ergebnisse insbesondere auch für die Bauwirtschaft und die Handwerker, die besonders unter einer Annahme gelitten hätten. Wichtig ist das Ergebnis nicht zuletzt auch für die Investoren: Die Ergebnisse schaffen Klarheit über die regulatorischen Rahmenbedingungen, was die Marktteilnehmer positiv aufnehmen dürften.

Externer Inhalt von Vimeo anzeigen
Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung

Kontakt

Portrait Christoph Bieri
Christoph Bieri

Senior Portfolio Manager Indirect Investments

Portrait Adrian Murer
Adrian Murer

Group CEO
Swiss Finance & Property Group AG

Portrait Nicolas Di Maggio
Nicolas Di Maggio

CEO
Swiss Finance & Property AG

Die meistgelesenen Artikel

25.06.2026

SFP AST Swiss Real Estate: Erwerb von 14 Wohnliegenschaften markiert nächsten Wachstumsschritt

Die Anlagegruppe SFP AST Swiss Real Estate (SFP AST SRE) setzt ihren Wachstumskurs konsequent fort. Mit dem Erwerb von 14 Wohnliegenschaften mit 244 Wohnungen im zweiten Quartal 2026 stärkt sie ihre Position im Schweizer Wohnimmobilienmarkt.
Artikel lesen
19.06.2026

Die SFP Gruppe begleitete IFSA bei erfolgreicher Lancierung des La Foncière Urban Development L-QIF

Die Swiss Finance & Property AG als Teil der Swiss Finance & Property Group begleitete die Investissements Fonciers SA als strategischer Kapitalmarktberater und exklusiver Platzierungspartner bei der Lancierung des La Foncière Urban Development L-QIF. Es ist bereits der zweite L-QIF, den das Corporate Finance & Capital Markets Team der SFP Gruppe erfolgreich lanciert hat. Dies unterstreicht die führende Stellung der SFP Gruppe als spezialisierter Kapitalmarktberater im Schweizer Immobiliensektor.
Artikel lesen
15.06.2026

Positiver Abstimmungssonntag für Immobilieninvestoren

Der 14. Juni war aus Sicht der Immobilieninvestoren ein wichtiger Tag. Zwei Abstimmungen, die für die Immobilienbranche von Bedeutung waren, sind aus deren Sicht positiv ausgegangen.
Artikel lesen
19.02.2026

Neue Analyse: Wohnschutzinitiative trifft vor allem Pensionskassen – und damit die Altersvorsorge

Im Juni stimmt das Zürcher Stimmvolk über die Wohnschutzinitiative ab. Eine erstmalige Analyse der Swiss Finance & Property AG zeigt: Die gut gemeinte Vorlage könnte weniger Immobiliengesellschaften treffen als vielmehr Immobilienstiftungen – und damit indirekt die Altersvorsorge der Bevölkerung. Warum die zweite Säule besonders exponiert ist und welche finanziellen Folgen drohen könnten, zeigt die detaillierte Auswertung.
Artikel lesen
Regelmässige News und Informationen zu aktuellen Themen.